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Schmetterling und Taucherglocke

Schmetterling und Taucherglocke
Von Jean-Dominique Bauby

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(32 Kundenrezensionen)

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  • Amazon-Verkaufsrang: #1480 in DVD
  • Marke: Unbekannt
  • Erscheinungsdatum: 2008-12-04
  • Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Formate: DTS, PAL
  • Untertitel in: Deutsch
  • Länge: 112 Minuten

Aus der Amazon-Redaktion

Aus der Amazon.de-Redaktion
Für Jean-Dominique Bauby ist das Leben eine einzige Galavorstellung: Als Chefredakteur der französischen Elle genießt er das Leben in vollen Zügen – bis ihn im Alter von 43 Jahren ein Hirnschlag niederstreckt. Bis auf sein linkes Auge komplett gelähmt, ist Jean-Do, wie er von seinen Freunden genannt wird, völlig hilflos und möchte sterben. Mit Hilfe seiner Logopädin gelingt es ihm jedoch, wieder Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen: Durch Blinzeln verständigt er sich über eine Buchstabentafel und diktiert auf diese Weise sogar seiner Assistentin Henriette in 14 Monaten seine Memoiren.

Der visionäre Film basiert auf der 1997 erschienenen Autobiografie von Jean-Dominique Bauby, der 10 Tage nach Veröffentlichung des Buches an einer Lungenentzündung starb. Wie es Bauby, exzellent verkörpert von Bond-Bösewicht Mathieu Amalric, gelingt, mittels seiner Vorstellungskraft aus dem Gefängnis seines Körpers auszubrechen, ist nicht zuletzt eine visuelle Meisterleistung des Kameramanns Janusz Kaminski (Schindlers Liste). In ausdrucksstarken Bildern verleiht er Baubys Ausflügen in die grenzenlose Welt seiner Phantasie und der Vergangenheit seines bisherigen Lebens eine träumerische Leichtigkeit, die dem Film viel von seiner dramatischen Schwere nimmt und Kaminski – ebenso wie Regisseur Julian Schnabel – eine Oscar-Nominierung einbrachte. Schnabel (Before Night Falls) zeigt einen Großteil des Films aus Baubys Perspektive, was gerade zu Beginn nicht immer einfach ist, aber die unglaubliche Kraft des menschlichen Bewusstseins deutlich macht. Schmetterling und Taucherglocke ist eine bewegende und dennoch völlig klischeefreie Liebeserklärung an das Leben. Ein sensibler, nachdenklicher, aber auch überraschend humorvoller Film über das Leben, die Liebe und die Bedeutung des Menschseins. Großartig! -- Birgit Schwenger

Movieman.de
Mit seiner dritten Regiearbeit hat Julian Schnabel ein Meisterwerk abgeliefert. Fast die ganze Geschichte wird aus Baubys Blickwinkel gefilmt (Steven Spielberg-Kameramann Janusz Kaminski) – durch sein linkes Auge. Da man als Zuschauer sieht, was Bauby sieht, und gleichzeitig hört, was er denkt, schafft es Schnabel, dass man ganz in Bauby hineinschlüpft, mit ihm verschmilzt, mit ihm leidet und mit ihm träumt. Alles scheint schmerzhaft real zu sein. 1 x Blinzeln für ja, 2 x Blinzeln für nein – es ist, als ob man es selbst tun würde. Diese Schauspieler/Zuschauer-Verschmelzung erreicht einen ihrer grausigen Höhepunkte, als ein Arzt Baubys rechtes Auge zunäht, da er es nicht mehr schließen kann, und man dies als Zuschauer selbst miterlebt. Man hört Baubys hilflose Schreie, die natürlich nur in seinem Kopf stattfinden, spürt seine Panik, sein Entsetzen. Man sieht die scharfe Spitze der Nadel, die das Augenlid durchsticht. Man sieht den Faden. Man sieht, wie sich das Sichtfeld immer mehr verkleinert, bis die Szene schließlich völlig Schwarz wird. Diese Erzählweise, als Zuschauer wirklich in die Haut von Bauby zu schlüpfen, führt dazu, dass man einer Filmfigur so nahe kommt, wie vielleicht niemals zuvor. Baubys Erinnerungsfetzen, Vorstellungen und Gedanken sind teils hastig zusammen geschnittene, Videoclip-artige Traumbilder, die faszinieren, teils „normale“ Filmszenen. Es gibt viele unvergessliche Sequenzen im Film, die rühren oder Fragen aufwerfen, die einen sein eigenes Leben überdenken lassen. Dennoch ist „Schmetterling und Taucherglocke“ kein Film, der künstlich sentimental oder mitleiderregend ist, stattdessen ist er traurig und sensibel, selbstironisch und reflektierend. Auch für Lacher ist noch Platz und dies befreit für kurze Zeit, doch während man noch Baubys schallendes Gelächter über einen Witz hört und selbst schmunzeln muss, erfasst die Kamera ihn von außen und man sieht, dass sich kein Muskel in Baubys vom Schlaganfall verzerrtem Gesicht regt. Obwohl dies dafür sorgt, dass sich das Herz sofort wieder schmerzhaft zusammenzieht, schiebt das Drehbuch schnell noch eine freche Bemerkung von Baubys innerer Stimme nach, damit man wieder durchatmen kann. Auch gesteht das brillante Drehbuch von Ronald Harwood („Der Pianist“) dem Film viel Zeit zu, zu zeigen, wie mühsam und schwierig es für Bauby war, die „Blinzel-Methode“ zu erlernen, um sich zu verständigen, und schließlich welche eine Leistung es war seine Memoiren zu diktieren (eine Schwierigkeit bestand beispielsweise darin, dass das Alphabet nicht zu langsam aufgesagt wurde, da er sonst zwischendurch bereits blinzeln musste, um sein Auge zu befeuchten, bevor der gewünschte Buchstabe überhaupt genannt wurde). Wenn gezeigt wird, wie lange es alleine dauert, einen einzigen Satz zu diktieren, werden Ungeduldige schon nervös auf dem Sitz hin und her rutschen. Bis in die kleinste Nebenrolle großartig besetzt, verzaubern aber vor allem der großartige Mathieu Amalric in der Hauptrolle, der selbst mit einem Auge mehr Emotionen transportieren kann als andere Kollegen mit vollem Körpereinsatz, sowie in zwei rührenden Kurzauftritten Max von Sydow als Baubys Vater. Es gäbe noch viele Einzelheiten, die erwähnenswert wären, aber kurz gesagt: „Schmetterling und Taucherglocke“ ist von der ersten bis zur letzten Szene perfekt! Fazit Einer der besten Film des Jahres! Eine ergreifende und hoffnungsvolle Hommage an Mut, Vorstellungskraft und den menschlichen Geist. Taschentücher nicht vergessen – selbst hartgesottene Männer werden hier weinen.

Moviemans Kommentar zur DVD: Farblich bewegt sich das Material äußerst nah an der Natur und schafft es dabei zudem noch phantastisch zu leuchten. Unschärfen in den Tiefen und im Außenbereich des Bildes gehören zum Konzept der Produktion. Die Schärfe im Fokusbereich ist exzellent. Auch akustisch ist die DVD ein echtes Erlebnis, denn durch die nach hinten verlagerte innere Stimme des Protagonisten ergibt sich ein enorm tiefer Raumeindruck. Die Extras lassen ebenfalls keinerlei Wünsche offen.

Bild: Schon die ersten Einstellungen zeigen enorm präzise Detailschärfewerte. Da die überwiegende Anzahl der Kameraperspektiven aus der Subjektive des Protagonisten besteht, bleiben Totalen selten. Generell verliert sich die Schärfe des Bildes sehr schnell in der Tiefe des Raumes, was aber zum Konzept der Produktion gehört. Farblich zeigt sich eine äußerst breite Palette an natürlich leuchtenden Farben, die durchgängig überaus natürlich ausfallen, ohne dabei blass zu wirken. Kontrasttechnisch wird ebenfalls ein breites Spektrum geboten, allerdings lässt sich häufiger Flächenrauschen entdecken. 

Ton: Wunderbar abwechslungsreich verteilen sich die akustischen Signale der DVD im Raum. Die innere Stimme des Protagonisten dringt vollmundig von hinten durch den Raum, wodurch sich beim Zuschauer der starke Vorne-Hinten-Eindruck verstärkt, so dass er das Gefühl bekommt, sich selbst im Körper des Protagonisten zu befinden. Dies funktioniert enorm eindrucksvoll. Aber auch Musik und Umgebungsgeräusche bestücken den Raum mit grazilem Spiel, so dass ein leichtes Wasserblubbern (00:24:39 Min.) oder ein Herzschlag sich enorm dicht anhören, wenn nicht sogar anfühlen. Die deutschen Synchronstimmen können mit dem Original in Französisch einwandfrei mithalten. Im Vergleich zu den Dolby Digital-Mischungen klingt die DTS-Fassung einen Tick präsenter.
 --movieman.de

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Jean-Dominique Bauby, der Chefredakteur der französischen Elle, ist 43 Jahre alt, als er 1995 ohne jegliche Vorwarnung einen Gehirnschlag erleidet. Fortan ist sein gesamter Körper gelähmt. Er kann nicht mehr sprechen. Seine einzige Möglichkeit zur Kommunikation ist das linke Auge, das er noch kontrollieren kann. Mittels Lidschlag beginnt Bauby seine Memoiren zu diktieren und eloquent davon zu berichten, wie es ist, ein Mann zu sein, der in seinem Körper gefangen ist - und entdeckt, dass er nun viel freier ist als zuvor.