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Ein wenig sterben

Ein wenig sterben
Von Stefan Kalbers

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  • Amazon-Verkaufsrang: #267431 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2009-08
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Broschiert
  • 173 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
«Moral war ein Begriff aus einem vergangenen Jahrtausend. Was man haben wollte, musste man sich holen. Und wer bitte sollte entscheiden, was genug bedeutet? Verlass dich auf andere und du bist verlassen. Ich habe gehandelt.
Meine innere Stimme schäumte einen wahnsinnigen Monolog vor sich hin, aber das Flüstern im Hinterkopf wurde lauter: Es geht alles. Man darf sich dabei nur nicht erwischen lassen.»

Georg ist erfolgreicher Versicherungsmakler. Er verkauft den Menschen Sicherheit. Doch der Selbstmordversuch seines Freundes Flammer wirft ihn selbst aus der Bahn. Die Suche nach dem Grund für den Selbstmordversuch wird für Georg eine Reise zurück in die gemeinsame Jugend. Als er erfährt, dass Flammers Freundin verschwunden ist, wird die Suche nach Antworten ganz schnell zur Suche nach Leben.


Kundenrezensionen

NO EXIT5
Es ist schon verblüffend wie Stefan Kalbers es schafft mit jedem neuen Roman noch mal eins draufzusetzen. Ich habe "Ein wenig sterben" gerade fertig gelesen und freue mich schon auf den Nachfolger. Das gibt es bei mir nicht oft. Es ist wirklich schön der Entwicklung dieses Autors beiwohnen zu dürfen. Wie Geschichten zusehends auf das reduziert werden was sie ausmacht, wie abgewägt wird was wirklich von Bedeutung ist und was der eigenen Kritik standhält. Man kennt es aus Interviews mit Musikern, welche behaupten das neue Album sei das bisher Beste, hier trifft es ausnahmsweise zu.

Der Roman handelt von Georg, einem zynischen Versicherungsmakler, der sich mit dem misslungen Selbstmordversuch seines ehemals besten Freundes Flammers konfrontiert sieht. Dieser durch den Suizidversuch an Amnesie leidende Freund zwingt ihn eine Reise in die gemeinsame Vergangenheit und das aktuelle Leben von Flammer anzutreten. Angelegt wie eine Kriminalgeschichte entfaltet sich Schicht für Schicht das furchtbare Geheimnis, welches Flammer in diese auswegslose Situation trieb. Eingebetet in eine schonungslose Bestandsaufnahme unserer momentanen Verhältnisse, mit all den Fehler und Unwägbarkeiten, die dieses moderne Leben mit sich bringt, zwingt es den Protagonisten sich letztendlich selbst zu hinterfragen.

In Bildern gesprochen gleicht es einem Abstieg in den Keller unserer Gesellschaft. Einem Besuch bei denjenigen, die nicht mitspielen wollen, die versuchen sich weitestgehend aus dem Spiel um Erfolg, Macht und Ansehen herauszuhalten. Ich musste oft an Paul Austers "New York Trilogie" denken, wo auch die Frage nach dem Warum Türen öffnet, die besser verschlossen geblieben wären, da das durchschreiten selbiger immer unumkehrbar ist und schwerwiegende Konsequenzen mit sich zieht. Oder um mit den Schlussworten von "American Psycho" zu sprechen: NO EXIT.

   

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