Die Känguru Chroniken: Ansichten eines vorlauten Beuteltiers
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- Amazon-Verkaufsrang: #509 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2009-03-11
- Originalsprache: Deutsch
- Einband: Broschiert
- 271 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Pressestimmen
»Dieses Tagebuch über ein revolutionäres Känguru ist in Sachen Satire womöglich das Beste, was der deutschsprachige Büchermarkt derzeit zu bieten hat.« (bazkulturmagazin, 26.06.09, Gabriel Vetter)
Kurzbeschreibung
»Ich bin ein Känguru - und Marc-Uwe ist mein Mitbewohner und Chronist. Nur manches, was er über mich erzählt, stimmt. Zum Beispiel, dass ich mal beim Vietcong war. Das Allermeiste jedoch ist übertrieben, verdreht oder gelogen! Aber ich darf nicht meckern. Wir gehen zusammen essen und ins Kino, und ich muss nix bezahlen.« Mal bissig, mal verschroben, dann wieder liebevoll ironisch wird der Alltag eines ungewöhnlichen Duos beleuchtet. Völlig absurd und ein großer Lesespaß.
Über den Autor
Marc-Uwe Kling, 26, ist Liedermacher, Autor und Kabarettist. Er ist zweifacher deutscher Poetry-Slam-Meister und gewann zahlreiche renommierte Kabarettpreise. Seine Känguru-Geschichten werden als wöchentliche Kolumne auf RBB Radio Fritz gesendet. Marc-Uwe Kling lebt in Berlin.
Kundenrezensionen
Alltagsgeschichten eines ungleichen Paares
Was bisher geschah!?
Nichts!
Der neue Mieter von nebenan ist ein Känguru. An sich nichts ungewöhnliches wie man findet. Der Nachbarin von ganz unten macht es eher nervös das der Islam sich in Deutschland breit macht und wenn man sie genau anschaut sieht man einen kleinen Flaum auf ihrer Oberlippe. (Autsch, die Erste)
Das Känguru ist nun unmittelbarer Nachbar von Marc-Uwe, einem Kleinkünstler (aber er möchte bitte nicht so genannt werden). Zuerst borgt sich der neue Nachbar nur Eier, Salz und Mehl. Dann fehlt zu allerletzt der Herd und die Füllung für die Eierkuchen. Marc-Uwe lässt ihn also in seine Wohnung und springt derweilen schnell mal zum Metzger.
Irgendwann wohnt das Känguru, welches Schnaps-Pralinen süchtig ist und Aschenbecher mitgehen lässt, dann auch bei Marc-Uwe. Denn schließlich ist so der Weg zum Kühlschrank kürzer.
Sie verbringen von nun an viel Zeit miteinander, gehen zusammen zu Demos, die sie sich vom Caféhaus-Fenster anschauen, natürlich ist hier der beste Platz am Fenster schon vorreserviert. Sinnieren über das Leben, teilen sich einen Joint und schwafeln mit einem kommunistischen Geist. Mit dabei hat das Känguru immer seine roten Boxhandschuhe, welche er in seinem Beutel trägt und mit denen er Marc-Uwe aus so manch brenzliger Situation gerettet hat. Vielleicht sollte man anmerken, dass der Chronist gar nicht erst in diese brenzligen Situationen gekommen wäre ohne dieses Känguru.
Die Ideen, die die beiden aushecken sind meist skurril und aberwitzig, dennoch absolut real und nachvollziehbar.
Ein Szene, die typisch für das Känguru ist:
Warum es keinen Führerschein hat?
(Auszug)
"Was?", frage ich.
"Ich habe meinen Führerschein abgebrochen, weil ich rechts vor links nicht akzeptieren wollte."
"Wie?"
"Warum rechts vor links? Warum nicht links vor rechts?
Sogar in Australien gibt's links vor rechts und das Heimatland meiner Vorfahren kann sich sonst nicht gerade einer sehr fortschrittlichen Politik rühmen." (Ende)
Die Chroniken, eine geschichtliche Prosa-darstellung in zeitlicher Reihenfolge. Der rote Faden, der sich durch diese Buch zieht ist die Alltagsironie.
Zum Beispiel, wie unwichtige Nachrichten wichtiges Wissen aus unseren Köpfen verdrängt. Wenn man das Buch liest, sollte man dies beim ersten mal unbedingt der Reihe nach machen, da einige Kapitel auf vorhergehende aufbauen. Die Kapitel sind nie mehr als 4 Seiten lang und somit hat man immer etwas für den kleinen Genuss zwischendurch.
Fazit:
Ein Buch in dessen Handlung sich Tiefgang versteckt, man muss sich nur etwas bemühen um die versteckten Botschaften zu erkennen. Zum Beispiel wie lachhaft uns manchmal unser Leben erscheint und welchen Konventionen wir erlegen sind.
Marc-Uwe Kling nimmt mit Wortwitz Wirtschaft, Politik und Gesellschaft (Klingeltonanbieter, Marktforscher, Psychologen, Ikea, Talkshows) und vieles mehr auf sprachlich hohem Niveau auf die Schippe. Dies schafft er indem er das Känguru als Sprachrohr benutzt.
Ein Auszug:
"Kannst du heute mal bezahlen?", fragt das Känguru nach dem Essen. "Heute?" frage ich. "Mal?", frage ich. "Ich muss immer bezahlen, weil du nie Geld mitnimmst."
"Tja", sagte das Känguru lächelnd. "So ist das in der Welt. Der eine hat den Beutel, der andere hat das Geld."
Der Wortwitz wird durch wenige kleine Fußnoten gespickt, diese kommen je nach Kapitel vom Chronisten Kling oder vom Känguru. Und wenn es passend ist kann man am Ende eines Kapitels auch Auszüge aus dem Buch des Kängurus finden - "Opportunismus-Repression". In machen Kapiteln finden sich auch kleine, völlig sinnlose, aber sehr witzige Gedichte.
Ich liebe dieses Buch!
Schon beim Leseeindruck war mir klar: Ich liebe dieses Buch!
Als ich mit meinem Freund in Rom war hat er mir jeden Abend davon vorgelesen. In jeder freien Minute habe ich ihn angebettelt mir vom "Känguru-Buch" weiter vorzulesen. Mal sind Marc-Uwe und das Känguru wie ein altes Ehepaar, das sich streitet, mal halten sie absolut zusammen und ergänzen sich perfekt. Am tollsten ist ja noch die Tatsache, dass es als völlig normal erachtet wird, dass da nun ein Känguru einzieht. Noch dazu ein Seelenverwandter.
Besonders gut haben mir auch die Stilmittel gefallen wie die Fußnoten ("Wer das lesen kann braucht keine Brille")
oder die Sache mit der Zeichensetzung. Ganz ehrlich, ich wäre ohne Vorablesen nicht auf dieses Buch gekommen.
Ich liebe es!!
So lustig!!!
Eines vorneweg: Man sollte dieses Buch nur dann in der Öffentlichkeit lesen, wenn einem schiefe Blicke von völlig fremden Menschen nicht peinlich sind. Denn "Känguru-Chroniken" erzeugt unter Garantie große Lachanfälle! Dieses Känguru macht einfach enorm viel Spaß! Und vor allem gute Laune!
Erzählt wird von der Freundschaft des Autors zu einem vorlauten, kommunistisch gesinnten Känguru. Alles beginnt damit, dass das Känguru in der Nachbarschaft von Marc-Uwe - so heißt unser Autor - einzieht. Schnell werden sie Freunde und das Känguru fühlt sich bei ihm so wohl, dass es sich kurzerhand bei ihm einnistet. Nun kann der Spaß erst richtig beginnen! Denn durch seine rotzfreche und vorlaute Art bringt es seinen neuen Freund immer wieder in Schwierigkeiten. Mehr als einmal landen sie deswegen sogar kurzzeitig hinter Gittern. Dabei ist das Känguru aber alles andere als unsympathisch. In seltenen, kurzen Momenten kann es sogar richtig süß sein - auch wenn diese natürlich die absolute Ausnahme sind.
Da jeder Mensch aber eine andere Auffassung von Humor hat, sollte man vor dem Kauf dieses Buches besser wenigstens eines der vielen kleinen Kapitel lesen um sicherzugehen, dass man mit dem Buch auch seine Freude hat. Zudem werden diese Geschichten als wöchentliche Kolumne auf RBB Radio Fritz ausgestrahlt, die ich nicht kenne. Fans könnten vielleicht von der bloßen Niederschrift der Episoden, ohne die Stimme des Poetry-Slam-Meisters Marc-Uwe Kling, enttäuscht sein.
Ich jedenfalls habe auf vielen Seiten herzhaft gelacht und hoffe, dass es bald einen Nachfolgeband mit neuen Geschichten dieser ungewöhnlichen WG gibt.





